Breitensport, Turnierhundsport

Breitensport soll sportliche Menschen und Hunde zu lustbetonter körperlicher Betätigung zusammenführen. Im klassischen Vierkampf gibt es neben Gehorsamsübungen (ähnlich wie bei der Begleithundeprüfung nur ohne die Gruppe, ohne Schuß, ohne Ablegen und ohne den Straßenteil) Hindernisläufe, bei denen der Hund bei Fuß Hürden, Tunnel, Laufsteg, Tonne, Reifen und Weitsprung überwindet. Beim Slalomlauf geht es mit dem Hund bei Fuß durch mehrere Stangentore, und ganz Sportliche nehmen auch noch am Geländelauf über 2 bzw. 5 km teil. Gestartet wird je nach Alter des Hundeführers und Größe des Hundes in verschiedenen Klassen, gewertet wird nach Tempo und Fehlerfreiheit.
Das Startalter auf Turnieren liegt für die Hunde bei 15 Monaten.

Beim Hürdenlauf werden auf einer 50 m langen Strecke 3 Hürden aufgestellt, die vom Hund parallel zu Herrchen/Frauchen übersprungen werden müssen.

Die Hindernisbahn muss nur der Hund überwinden, der Mensch darf auf ebenem Boden die 75-Meter-Strecke nebenherlaufen. Dabei sollten beide auf gleicher Höhe laufen und möglichst gleichzeitig ins Ziel kommen, alles andere kostet Punkte. Was heißt, dass der Zweibeiner sich ziemlich beeilen muss 😉 Der Hund kann angeleint geführt werden, dann aber nur an der kurzen Leine ohne Schlaufe.

Es wird nach Geschwindigkeit bewertet. Das Auslassen, Umreißen oder Demontieren von Hindernissen wird mit Punktabzug bestraft, ebenso das Abwerfen der Weitsprungstangen. Alles in allem muss der Mensch, der vordere Plätze belegen will, am meisten an der eigenen Sportlichkeit arbeiten. So lahm ist kein Hund, dass er auf 75 Metern mit ein paar lächerlichen Hindernissen nicht immer noch 10 Meter vor dem schnaufenden Frauchen im Ziel ankommt 😉

Beim Slalom müssen 7 Tore (ähnlich denen beim Ski-Slalom) auf einer 75 m langen Strecke von Hund und Mensch möglichst schnell in der richtigen Reihenfolge durchlaufen werden. Der Hund soll bei Fuß laufen. Auch hier wird die Zeit gewertet, die man braucht; wer sich ohne Leine traut, kriegt 10 Punkte mehr als die, die auf Nummer Sicher gehen und den überraschungsträchtigen Hund lieber angeleint lassen. Es lohnt sich also, in die Erziehung zu investieren! Aber der Spaß soll auch nicht zu kurz kommen, und wenn Ihr Hovi Sie mal wieder bei einer Übung, die er schon tausendmal zuverlässig gemacht hat, vor allen Zuschauern vorgeführt hat – nehmen Sie es mit Humor!

Es gibt auch noch den Geländelauf mit Hund, sozusagen „Dogging“ (statt Jogging). Es werden zwei Streckenlängen angeboten, 2000 Meter und 5000 Meter, die man mit angeleintem Hund in möglichst flottem Tempo zurücklegen soll, denn auch hier wird wieder auf Zeit bewertet. Der Hund muss hierbei angeleint laufen, nicht unbedingt bei Fuß, aber es hilft ungemein, wenn man dem Hund schonmal vorher gezeigt hat, dass er während des Laufens keine Schnüffelextratouren machen soll.

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